Céline, “Reise ans Ende der Nacht”
Reise ans Ende der Nacht (Partnerlink) von Louis-Ferdinand Céline (Wikipedia) ist ein anstrengendes Buch. Céline ist als antimsemitischer Autor bekannt und sein allgemeiner Menschen- und Fremdenhass drückt sich auch in seinem Buch aus. Im Zeit Artikel Am Ende steht das Irrenhaus wird dem vergessenen Autor Céline gedacht:
Beim Namen Louis-Ferdinand Céline rümpfen deutsche Leser oft die Nase. In Frankreich gilt er als einer der wichtigsten Romanciers. Mit Recht.
Fremdenhass ist allerdings nicht sein Thema: sein Thema ist das Schlechte und Absurde im Leben. Céline tobt seine unglaublich pessimistische Sichtweise auf die Welt anhand der Lebenserzählung des fiktiven Ferdinand Bardamu aus und setzt dabei auf eine drastische ungeschminkte Sprache.
Bardamu entkommt dem ersten Weltkrieg, reist nach Afrika, gelangt über eine fiebrige Episode im Dschungel nach New York und gelangt dann wieder nach Paris. Dort studiert er Medizin und wird Arzt. Der erste Teil des Buches beschreibt die Reise Bardamus durch die Welt, der er an keiner Stelle etwas Optimistisches abgewinnen kann – er hat nur Verachtung und Hohn übrig. Der zweite Teil beschreibt die Details des Schlechten in der Welt anhand des Pariser Milieus, in dem als Arzt praktiziert.
Das Buch ist weder schön noch spannend – es ist vielfach abstoßend und man kann nicht glauben, dass jemand diesen Pessimismus und verachtenden Stil über 600 Seiten durchhalten kann. Empfehlen möchte ich es nicht; es hat mir nichts gegeben.
ISBN: 978-349923658-7 (Partnerlink), © Buchcover: amazon.de
