Baudelaire, “Les Fleurs du Mal – Die Blumen des Bösen”

Die zweisprachige Suhrkamp Ausgabe von Les Fleurs du Mal – Die Blumen des Bösen (Partnerlink) von Charles Baudelaire liegt seit Wochen auf meinem Tisch und ich habe es immer wieder in der Hand. Es ist ein wunderbares Buch zum Entspannen. Charles Baudelaire (Projekt Gutenberg) hat damit ein fulminantes Werk geschaffen, das bis heute nachwirkt. Seine berühmtesten Gedichte wie Le Chat stammen aus diesem Band. Der Band lässt sich flüssig lesen – links das franz. Original und rechts die deutsche Übersetzung – und die Ausgabe enthält am Ende wertvolle Tipps zu den Gedichten, die sie im Entstehungskontext einordnen und Hintergründe liefern. Mein Favorit ist L’invitation au voyage. Der Refrain hat Henri Matisse zu seinem Bild Luxe, calme et volupté inspiriert, das im Musée d’Orsay in Paris hängt. Interessanterweise passt das Gedicht besser zum Gemälde mit seinem Südsee Sujet als zu einer Reise ins vergleichsweise spröde Holland, die als Hintergrund für das Gedicht im Anhang des Bandes genannt ist.

Hier die ersten Strophen von L’invitation au voyage bis zum Refrain:

Mon enfant, ma soeur,
Songe à la douceur
D’aller là-bas vivre ensemble!
Aimer à loisir,
Aimer et mourir
Au pays qui te ressemble!
Les soleils mouillés
De ces ciels brouillés
Pour mon esprit ont les charmes
Si mystérieux
De tes traîtres yeux,
Brillant à travers leurs larmes.

Là, tout n’est qu’ordre et beauté,
Luxe, calme et volupté.

Bei http://fleursdumal.org/ haben Fans eine tolle französisch-englische Seite zusammengestellt, wo man die Texte auch im französischen Original lesen kann. Wer Les Fleurs du Mal – Die Blumen des Bösen auf Deutsch lesen möchte, der wird online beim Projekt Gutenberg fündig, wo es auch eine Kurzbiographie zu Charles Baudelaire gibt.

Les Fleurs du Mal (Wikipedia) ist für Freunde von Lyrik ein Muss. Auch wenn das eigene Französisch nicht ausreicht, alles direkt zu übersetzen, ist der Klang und der Rhythmus der Gedichte greifbar.

ISBN: 978-315009973-5 (Partnerlink), © Buchcover: amazon.de

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Ein Kommentar zu “Baudelaire, “Les Fleurs du Mal – Die Blumen des Bösen””

  1. 62. Reiner Klang « Lyrikzeitung & Poetry News

    [...] beiden Verse schließen. Acht Worte nur, aber unendlich verheißungsvoll: „Mon enfant, ma sœur, Songe à la douceur“. Charles Baudelaire, „Einladung zur Reise“, das 53. Gedicht der „Blumen des Bösen“. Als [...]

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