Online oder nicht? Wer verdrängt hier wen?

heise.de vermeldet: Computer- und Internetnutzung beruflich und privat stark gestiegen, das hat das Statistische Bundesamt herausgefunden. heise.de vermeldet aber auch die Ergebnisse aus Umfrage: 58 Prozent der Deutschen gehen privat nie online – das sagt British American Tobacco in “Ich bin dann mal Web – oder auch nicht.”. Herr Opaschowski, wissenschaftlicher Leiter der BAT Stiftung und einer der wichtigsten Internetkritiker in Deutschland, sieht sich natürlich bestätigt:

Privat liegen die meisten Bundesbürger lieber vor dem Fernseher auf der faulen Haut. Alles braucht seine Zeit – die Zukunft der Informationsgesellschaft auch: Die euphorische Prognose der Medienbranche ‘Web frisst Fernsehen’ kann weiterhin auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden

Nun ja, vielleicht nicht das Fernsehen, aber vielleicht die Zeitungen? Dr. Web fragt schon danach wie “Die Zukunft der Printmedien?” aussieht. Golem.de (”Tageszeitungen verlieren 30 Prozent der Leser ans Internet”), FAZ (”Internet setzt sich schneller durch als erwartet”) und Spiegel Online (”Web löst Zeitung ab”) berichten wie viele andere von der Studie des Mainzer Forschers Lothar Rolke.

Fernseher: kann ich nicht bestätigen. Mein Fernsehkonsum tendiert gegen Null. Lieber im Internet stöbern als berieseln lassen.

Zeitung: kann ich auch nicht bestätigen. Bin begeisterter FAZ Offline-Leser und zwar weil es in so einer gedruckten Zeitung weniger hektisch zugeht als im Web und man das Gefühl hat, dass hier Leute ihre Meinung äußern, die wissen wovon sie schreiben. Ich kann mir im Augenblick nicht vorstellen, mein Abo zu kündigen, obwohl ich 90% meiner Informationen aus dem Internet bekomme.

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