Studie “Lesen in Deutschland 2008″
In der FAZ lese ich den Artikel Jeder zehnte Migrant liest täglich, ein Bericht über die Ergebnisse der Studie Lesen in Deutschland 2008, die von der Stiftung Lesen durchgeführt wurde.
Befragt wurden mehr als 2500 Menschen, die älter als 14 Jahre sind. Als Rahmenbedinungen für die Studie wird das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung, die steigende frei verfügbare Zeit an Werktagen und die steigende Anzahl der Computer in den Haushalten. Das Gesamtergebnis lässt sich mit den folgenden Sätzen zusammenfassen:
Die Deutschen und ihre Bücher: ein widersprüchliches Verhältnis. Die Deutschen finden Bücher lesen wichtig – tun es aber nicht.
Hier ein paar Fakten aus der Studie
- Der Stellenwert des Lesens nimmt mit steigender Bildung zu
- Frauen lesen lieber als Männer
- Auch in dieser Studie wird wieder bestätigt, dass Zeitungen umso unwichtiger werden, je jünger die Leser sind
- Jeder Vierte in Deutschland liest keine Bücher
- Mehr als ein Viertel liest mehr als 10 Bücher im Jahr, 11 % mehr als 20, 3 % liest mehr als 50 Bücher im Jahr
- Zum Thema Lesestrategien:das Lesen in kleineren Portionen nimmt zu
- Vollständiges Lesen von Texten am Bildschirm nimmt im Vergleich von 2000 und
2008 deutlich zu, d.h. immer mehr Leser sind nicht mehr an das Gedruckte gebunden; ein großer Markt für E-Books? Nicht unbedingt, denn “Die Mehrheit würde nicht auf gedruckte Bücher verzichten” - Welche Vorteile hat nach Meinung der Befragten eine gedruckte Textversion gegenüber einer digitalen? Gedruckten Inhalten wird eher vertraut; man verzettelt sich nicht so sehr wie beim Online-Lesen; Mobilität spielt kaum eine Rolle, da die meisten zu Hause lesen (womit ein großes Argument der E-Book-Verfechter nicht greifen würde);
Die Lesetypen, die die Studie identifiziert haben möchte, sind in dieser Grafik dargestellt:

© Quelle: Studio “Lesen in Deutschland 2008″, Stiftung Lesen
