Andersdenken, Gedrucktes und Spam
Viel los in letzter Zeit. Hier die interessanten Links der letzten Zeit.
- Dr. Web erzählt von Hirnforschung 2.0 – Think Different geht gar nicht. Leider bringt er ein paar Dinge durcheinander, wenn er analysiert, dass der Herdentrieb die Kritik am Web 2.0 unterdrückt. Womit er recht hat ist die Fixierung auf die Quantität der Kontakte in einem Netzwerk und nicht auf die Qualität: d.h. auf die Anzahl Freunde in sozialen Netzwerken oder die Follower bei Twitter und nicht auf den Nutzen, den diese zahlenmäßige Aufmerksamkeit bringt. Obwohl diese Eigentümlichkeit nicht per se schlecht ist – ihre Interpretation schon.
- Das UPLOAD Magazin berichtet in Studie: Zeitungs-Websites lernen weiter von Blogs – es werden angeblich häufiger Videos, RSS Feeds und Social Bookmarking Links angeboten. Auf Videos kann ich ehrlich gesagt verzichten. Ich mag lieber textlastige Blogs wie etwa die Blogs der FAZ
- heise.de berichtet von der Konferenz Digital Life Design: Die Privatsphäre löst sich auf.
- Zwei Plädoyers für das Gedruckte (und implizit gegen das rein Digitale) sind die beiden Aritkel Auratisch, schön und beinahe authentisch – ein Plädoyer für faksimilierte Dokumente und Das epische Medium in der FAZ. Letzterer Artikel ist von Miriam Meckel, die das Buch Das Glück der Unerreichbarkeit geschrieben hat. Sie versucht ihre Vision der Zeitung der Zukunft zu beschreiben, in der es eine Koexistenz von gedrucktem und digitalem Wort geben wird.
- Und wieder Dr Web mit einer interessanten Fragestellung in Akismet und der Datenschutz. Akismet ist eines wenn nicht das bekannteste Plugin für WordPress – ein Spamfilter, der Kommentare als Spam identifizieren und aussortieren kann. Und das sehr effektiv. Akismet muss verschiedene Daten des Kommentators (darunter E-Mail und IP) an einen Server außerhalb der EU und damit außerhalb ihrer Datenschutzbestimmungen senden. Das ist ein kritischer Vorgang, wie man bereits beim Einsatz von Google Analytics erleben musste.
