Löschen von eBooks – und sie machen weiter …
In Werbung in eBooks – macht nur so weiter … habe ich einen weiteren Grund zur Liste der Gründe hinzugefügt, Warum E-Reader das gedruckte Buch nicht verdrängen werden. Bei netzwertig.com lese ich soeben Amazons Kindle:
Orwell’scher DRM-Sündenfall und mag es nicht glauben: da beginnt man sich mit der Moderne in Form digitaler Bücher auf nichtpapiernen Lesegeräten anzufreunden und dann kommt ein seltsamer Einfall nach dem anderen. Netzwertig schreibt:
Eben ist ruchbar geworden, dass Amazon auf den Kindle-Geräten von Kunden via Funknetzanbindung mindestens zwei Bücher gelöscht haben soll, welche diese vorher gekauft haben: Orwells “1984″ und “Animal Farm”, beide von einem Verlag via Kindle-Store vertrieben, der offenbar die Rechte an den Büchern nicht hat, wie sich Amazon inzwischen rechtfertigt. Die Kunden erhielten den Kaufpreis gutgeschrieben.
boingboing berichtet, dass die beiden Bücher über Nacht von den Geräten der Benutzer verschwanden. Es spielt keine Rolle, ob die Löschung eine Ausnahme war. Allein die Tatsache, dass dieLöschung möglich ist, bei der Konzeption des Gerätes vorgesehen wurde und dann auch noch durchgeführt wurde, ist erschreckend genug. Ich möchte also so kühn sein einen neunten Grund hinzuzufügen, Warum E-Reader das gedruckte Buch nicht verdrängen werden:
9. Gekaufte Bücher im Regal werden nachts vom Verlag nicht einfach geklaut oder vernichted.
Ich weiß nicht, warum ein so großer Konzern wie amazon so etwas riskiert. Er lebt von seinen Kunden, auch wenn er groß ist. Klar ist auch: der 9. Grund wird entfallen; spätestens dann, wenn amazon eBooks mal so vertreibt wie heute MP3: ohne DRM und Kopierschutz.

am 19. Juli 2009 um 15:03 Uhr.
Amazon löscht Orwell-E-Books vom Kindle
Löschung soll in Zukunft nicht mehr vorkommen
http://www.golem.de/0907/68459.html
Amazon Erases Orwell Books From Kindle
http://www.nytimes.com/2009/07/18/technology/companies/18amazon.html?_r=1
am 19. Juli 2009 um 15:27 Uhr.
Ich habe nicht schlecht gestaunt. In der Rechtsordung der meisten Staaten heißt so etwas Lynchjustiz. Man hat nämlich vorher eine richterliche Entscheidung einzuholen. Und die gab es offensichtlich nicht. Ich bin nun eh nicht ebook – affin, aber das bestärkt mich nur in meiner Haltung. LG tinius
am 22. Juli 2009 um 19:57 Uhr.
Nun ja, ich würde keine solchen extremen Begriffe dafür verwenden, das ist unpassend. Allein die Tatsache, so etwas vorzusehen, finde ich schon bedenklich.
am 28. Juli 2009 um 21:33 Uhr.
Orwell’s Buch 1984 gelöscht
Das haben die Protagonisten im Buch auch getan – Zeitungsartikel geändert und gelöscht – netter Zufall ;-D